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BEFG: Zur Erdbebenkatastrophe in Haiti

14.01.10 / 17:04

Dramatische Szenen auf Haiti
Dramatische Szenen und große Not auf Haiti nach dem Erdbeben. Foto: obs-action medeor

Das schwere Erdbeben am 12. Januar in der Nähe der Hauptstadt Port-au-Prince, das unzählige Menschen das Leben gekostet hat, löst auch in unseren Gemeinden große Bestürzung aus. Viele fragen, wie sie helfen können.

Als Geschäftsstelle des Bundes haben wir enge Kontakte zum Baptistischen Weltbund (BWA). Die Abteilung für Katastrophenhilfe und Entwicklung (BWAid) koordiniert die weltweiten baptistischen Hilfsmaßnahmen. 20.000 Dollar wurde als erste Nothilfe zur Verfügung gestellt. Als BEFG haben wir die gleiche Summe aus dem Katastrophenfonds als Sofortmaßnahme zur Verfügung gestellt. Zunächst geht es darum, Erste Hilfe zu leisten.

Ein Team von BWAid Rescue24 aus ungarischen und amerikanischen Nothelfern ist auf dem Weg nach Haiti, um bei der Suche und Bergung von Überlebenden zu helfen. Die Kommunikation mit Baptistengemeinden in Haiti ist zurzeit sehr schwierig. Es gibt in dem Karibikstaat zwei Hauptansprechpartner, die Baptist Convention of Haiti, zu der 110 Gemeinden mit 82.000 Mitgliedern gehören, und die Haiti Baptist Mission mit 330 Gemeinden und Schulen. Der Leiter von BWAid, Paul Montacute, hat die Baptisten in aller Welt aufgerufen, für die Opfer der „gewaltigen Katastrophe“ zu beten und großzügig zu spenden. Der Weltbund versucht auch über seine Kontakte ins benachbarte Jamaica und über die Dominikanische Republik ein genaueres Bild der Lage zu bekommen.


Sicher ist jetzt schon, dass neben den unzähligen Verletzten und Todesopfern viele weitere Menschen von der Katastrophe direkt betroffen sind, weil sie Angehörige oder auch ihre Wohnung verloren haben. Und alle leiden unter der chaotischen Versorgungslage in dem sowieso sehr armen Land.


Darum muss in einem zweiten Schritt auch über langfristige Hilfsmaßnahmen nachgedacht werden, die die Infrastruktur fördern und auch unseren Gemeinden helfen, ihre Arbeit wieder aufzunehmen oder weiterzuführen. Hier ist ein enger Kontakt zu Einheimischen erforderlich, um eine gerechte Verteilung der Hilfe zu gewährleisten und Überspendungen einzelner Projekte zu vermeiden.


Wir bitten deshalb Gemeinden und Einzelpersonen, die in dieser besonderen Notsituation helfen wollen, ihre Spende an den BEFG Konto 33308 bei der SKB (BLZ 50092100) mit dem Stichwort „Katastrophenhilfe“ zu überweisen. Wir werden in der Bundesgeschäftsstelle mit BWAid die genaue Verwendung der Gelder absprechen.

i.A. für die Bundesgeschäftsführung
Friedrich Schneider

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